Ginkgo: Mehr als nur eine Pflanze

Ginkgo- Mehr als nur eine Pflanze

Interessieren Sie sich für pflanzliche Arzneimittel, da Sie davon ausgehen, dass durch diese alltägliche Erkrankungen wie beispielsweise Erkältung und Schnupfen ohne wesentliche Nebenwirkungen behandelt werden können? Dann werden Sie sicherlich schon von Ginkgo gehört haben – schließlich findet sich Werbung zu Ginkgo haltigen Arzneimitteln vielfach im Fernsehen und auf Plakaten. Nun möchten Sie gerne weitere Details über diese Arzneipflanze erfahren.

Ginkgo Biloba– Herkunft, Vermehrung und Haltung im Hause

Die Herkunft des Baumes Ginkgo Biloba– der auch als Ginkgo bezeichnet wird – ist China; natürliche Populationen sind ausschließlich in den südwestlichen Provinzen Chongqing und Guizhou bekannt. Es handelt sich um ein sogenanntes „lebendes Fossil“, da er der letzte lebende Vertreter der Ginkgoales, einer Gruppe der Samenpflanzen, ist. Ginkgo wird heute in Ostasien als Tempelbaum sowie zur Gewinnung der essbaren Samen kultiviert. In Europa dient er seitetwa1730 als Zierbaum, seit ca. 1980 werden bestimmte Ginkgoherkünfte zur Blattgewinnung in den USA und in Frankreich angebaut. Der Vorteil, im Gegensatz zu Cannabinoiden ist ein Ginkgo in Privatgärten legal. Die Vermehrung von Ginkgo erfolgt über die Samen sowie über Stecklinge, wobei der Samen eventuell erst nach zwei Jahren keimt und nur ein geringer Teil der Stecklinge nach langer Zeit angeht. Die Triebe wachsen zu einem sommergrünen Baum heran, der 1.000 Jahre und älter und mehr als 40 m hoch werden kann. Als junger Baum ist er meist schlank mit geringer Belastung, ab einem Alter von ca. 25 Jahren entwickelter jedoch eine ausladende Baumkrone. Die Haltung eines Ginkgos zu Hause ist gut zu bedenken. Zwar lässt sich – bei entsprechender Geduld – der Samen auf der Fensterbank leicht keimen, und in den ersten Jahren kann der junge Trieb als Topfkultur gehalten werden. Langfristig jedoch sollte er aufgrund seiner Größe in einem Garten in Erde gepflanzt werden, wobei seine spätere Breite zu beachten ist.

Ginkgo Biloba– seine heilenden Kräfte

Der Ginkgo Biloba und seine heilenden Kräfte sind auch hierzulande bekannt. In Europa werden aus den Blättern Extrakte hergestellt, die einen erhöhten Anteil an Ginkgoliden und Terpenlactonen und eine verminderte Konzentration an Ginkgolsäuren aufweisen. Diese Extrakte verbessern die Durchblutung und werden zur Behandlung von Ohrgeräuschen und Schwindel eingesetzt. Da die Ginkgoextrakte die Nerven schützen und die Impulsweiterleitung im Gehirn verbessern, können sie das Anfangsstadium von altersbedingter Demenz lindern und die Gedächtnisleistung und das Lernvermögen verbessern. Die genannten Wirkungen sind jedoch ausschließlich für qualitativ hochwertige und in Arzneimitteln verwendete Extrakte nachgewiesen, während die Qualität und Wirkung der in Drogerien und Supermärkten erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel auf Ginkgobasis häufig unbekannt sind. Doch gilt er als natürliches Gehirndopping bei Konzentrationsproblemen. Auf Basis dieser Angaben haben Sie sich entschlossen, auf Ginkgo haltige Arzneimittel zurückzugreifen, falls es in Ihrer Familie zu Ohrgeräuschen, Schwindel und einer altersbedingten Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt – wobei Sie eigentlich hoffen, dass dieser Fall so schnell nicht eintritt.

Bild: panthermedia.net Petra Barz

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